DEUTSCHBALTISCHE STUDIENSTIFTUNG

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Europa gemeinsam gestalten
Deutsch-Baltisches Jugendwerk geplant

Das Baltikum im Europa des 21. Jahrhunderts – voneinander lernen“ war das Thema des ersten Baltischen Jugend- und Studentenkongresses der Carl-Schirren-Gesellschaft vom 25. bis 28. September 2008 in Göhrde und Lüneburg. 65 junge Menschen aus Deutschland, Estland und Lettland trafen sich, diskutierten über Vergangenheit und Zukunft in Europas Nordosten und feierten gemeinsam. In Workshops wurden nach Impulsvorträgen namhafter Wissenschaftler Einzelaspekte aus Geschichte, Wirtschaft und Politik bearbeitet. Das Rahmenprogramm bot ausreichend Gelegenheit für persönliche Kontakte. Und am Wochenende nahmen die Jugendlichen am Carl-Schirren-Tag teil.
Die engagierte Beteiligung der Jugendlichen zeigte, dass sie sich ihrer gemeinsamen Verantwortung für Frieden und Zusammenarbeit insbesondere in dieser Region Europas bewusst sind. Von den deutschen Teilnehmern hatte etwa die Hälfte familiäre Wurzeln im Baltikum. Einige Teilnehmer aus den baltischen Staaten waren russischer Abstammung. Ziel war es, unter den Jugendlichen als den künftigen Entscheidungsträgern durch Begegnung Verständnis für die jeweiligen Belange der Menschen in diesen Ländern zuwecken – für ihre Hoffnungen, aber auch ihre Ängste. Darin wurde die CSG durch den Deutschbaltischen Jugend- und Studentenring, die Deutschbaltische Studienstiftung und den Deutsch-Baltischen Arbeitskreis Erziehung unterstützt. Möglich wurde die Veranstaltung durch die finanzielle Förderung öffentlicher und privater Sponsoren (weitere Details unter www.baltischer-kongress.de).
Die Freiheit der baltischen Völker war in der Geschichte immer eine bedrohte Freiheit. Die Gestaltung von Zukunft ist ohne Kenntnis dieser Geschichte nicht möglich. Obwohl hier junge Menschen zusammentrafen, welche die Zeit insbesondere der sowjetischen Herrschaft nicht bewussterlebt hatten, war die Vergangenheit in den Diskussionen präsent. So belastet diese Geschichte - trotz der Freude über die zurück gewonnene Unabhängigkeit (1991) und die Erfolge der letzten Jahre - die baltischen Gesellschaften mit ihren Minderheiten. Die Zukunft der Balten im Europa des 21. Jahrhunderts und die deutsch-baltisch-russischen Beziehungen hängen nicht zuletzt von Interesse und Engagement der Nachbarländer ab. So führten die Diskussionen über die Sachthemen stets zu Fragen nach den gemeinsamen europäischen Werten und den Aufgaben verantwortlichen Handelns.
Es ist das erklärte Ziel der Initiatoren, diesen Kongress alle zwei Jahre abzuhalten. Für das Jahr 2009 ist außerdem ein 14tägiges Seminar mit etwa 20 Teilnehmern geplant, das ebenfalls im Zwei-Jahres- Rhythmus durchgeführt werden soll. Die Deutschbaltische Studienstiftung soll zu einem Deutsch-Baltischen Jugendwerk ausgebaut werden.
Tatjana Vollers

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Die Deutsch-Baltischen Gesellschaften