DEUTSCHBALTISCHE STUDIENSTIFTUNG

                                    Kongress
                 Empfang im Lüneburger Rathaus
                     Gesellschaftsabend mit tollem Tanz
                              Intensivkurs Tartu
                             Alumni-Treffen Riga

Baltischer Jugend- und Studentenkongress 2012 in Lauenburg


Am 27. September 2012 war es in Lauenburg wieder so weit, dass 33 Jugendliche aus Deutschland, Lettland und Estland sich um ein Tisch gesetzt haben, um über das Thema „Europa – Quo Vadis 2040? Wege zu einer gemeinsamen „Sprache“?“ zu diskutieren. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden in Rahmen des Carl-Schirren-Tages in Lüneburg vorgetragen.
An dem letzten Wochenende (27.09-30.09.12) des herbstlichen Septembers ist die Jugendherberge „Zündholzfabrik“ voller Leben. In kleinen Gruppen reisen die Gäste an, die voller Vorfreude und Tatkraft an dem Kongress teilnehmen möchten. Gleich am ersten Tag wurden die Jugendlichen nach ihren Interessen in fünf verschiedene Arbeitsgruppen mit den folgenden Themenbereichen eingeteilt: Soziales Miteinander, Umwelt, Arbeitswelt, Wirtschaft, Sprache und Kommunikation. Die Gruppen hatten die Möglichkeit intensiv zusammenzuarbeiten und sich kreativ zu verausgaben. Anregungen für die Vision des Europas im Jahre 2040 bekamen die Jugendlichen durch die spannenden und ausführlichen Vorträgen von Thomas v. Lüpke zum Thema „Europa ohne Rechenschieber“, Prof. Dr. Klaus Sieveking zum Thema „Europa am Scheideweg? Ausblicke auf die Zukunft“ und von Dr. Christel Happach-Kasan zum Thema „Die EU als Global Player“ Entwicklung des vereinten Europas von den Anfängen bis heute.
Die Jugendlichen, die an dem Kongress teilgenommen haben, brachten unterschiedliche Erwartungen mit sich. Doch einige Antworten wurden mehrmals genannt – neue Freundschaften schließen und eigene Fortbildung. Es waren die Schlüsselwörter für die Gruppenarbeit, denn durch die erfolgreiche Zusammenarbeit gelang es den Jugendlichen ihre Ergebnisse durch Rollenspiele und PowerPoint-Präsentationen dem Publikum zu vermitteln. Einige Beispiele von den Ideen der Jugendlichen: im Jahre 2040 wird man immer noch unterschiedliche Sprachen sprechen, doch die Verständigung untereinander wird besser sein; man benutzt mehr Internetverbindung um wichtige Konferenzen zu halten und reist deswegen weniger und schützt somit die Umwelt; auch im Jahr 2040 hat man Angst um die Arbeitsstelle, denn Ängste sind die, die konstant bleiben.
Am selben Abend zogen sich die Damen und Herren im Rahmen des Gesellschaftsabends festlich an und begaben sich auf die Tanzfläche, um sich in dem Rhythmus von Française, Walzer oder des Knotentanzes gleiten zu lassen. Zwischendurch wechselte man den Tischnachbarn um sich mit den anderen Gästen des Abends zu unterhalten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kongressteilnehmer die Stadt Lüneburg besser kennengelernt haben, eine Einsicht bekommen haben, wie dankbare Arbeit die Deutschbaltische Studentenstiftung in Verbindung mit den anderen Stiftungen leistet und wie wichtig es ist an internationalen Kongressen teilzunehmen. Somit ist man auf einer Seite traurig, dass die schöne und intensive Zeit miteinander vorbei ist, doch andererseits ist man schon gespannt, was das nächste Thema im Herbst 2013 sein wird, welche spannenden Vorträge man zu hören bekommt und wer wieder dabei sein wird.

 

Krista Treial

Erlebnisbericht einer Teilnehmerin vom Baltischen Jugend- und Studentenkongress 2012


Ich verbringe immer gerne Zeit in Deutschland, denn das Land hat eine besondere Bedeutung für mich. Ich studiere Germanistik auf Lehramt in Dorpat, Estland, und habe gelernt die deutsche Kultur zu lieben.
Als ich von der baltischen Jugend- und Studentenkongress 2012 hörte, war ich mir sicher, dass ich teilnehmen muss, um mein Wissen und Horizont zu erweitern. Das diesjährige Thema war „Europa – Quo vadis 2040? Wege zu einer gemeinsamen „Sprache“?“
Wir hatten informationsreiche Vorträge über die EU, die für die Gruppenarbeiten hilfreich waren. Die Teilnehmer wurden in Gruppen geteilt und sie bekamen Themen zugestellt wie: soziales Miteinander, Sprache und Kommunikation, Arbeitswelt, Umwelt und Wirtschaft. Ich war in der Gruppe des sozialen Miteinanders. Wir müssten uns vorstellen, wie das Leben in der Zukunft in Europa aussieht. Unsere Vorstellung war wie gefolgt: Viele alte Menschen (30% der Bevölkerung wird über 65 Jahren sein), das lange Leben, Einzelkinder und die Freunde ersetzen die Familie. Diese Vorstellung präsentierten wir in Lüneburg mit einem Rollenspiel. Wir waren alte Menschen, die in einer WG lebten, weil die Renten so niedrig sind, dass man alleine nicht leben kann. Freunde ersetzen auch die Familie.
Am Samstag nahmen wir auch einem Ball teil. Das war mein erster Ball und auch das erste Mal, dass ich alte deutschbaltische Tänze getanzt hatte. Es war eine unvergessliche Erfahrung für mich.
Neben der Erweiterung des Wissens war auch das Zwischenmenschliche wichtig. Ich lernte viele neue Menschen kennen. Das schönste war, dass ich nicht nur Leute aus Deutschland und Lettland kennen lernte, sondern auch aus Estland.
Die Zeit in Lauenburg und in Lüneburg war wunderschön. Ich bin zufrieden, dass ich mich entschlossen habe teilzunehmen und nächstes Mal will ich bestimmt wieder teilnehmen.


Kaili Tomson

Germanistik, MA
Universität Tartu, Estland

__________________________________________________________________________________________________

Insgesamt 130789

Web Design
Die Deutsch-Baltischen Gesellschaften