DEUTSCHBALTISCHE STUDIENSTIFTUNG

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Nichts für faule Studenten!

„Intensivkurs Baltikum“ - der Name war Programm: 27 Seminareinheiten in nicht einmal fünfeinhalb Tagen, da rauchen die Köpfe! Fünfzehn Studentinnen und Studenten aus Estland, Lettland und Deutschland ließen sich nicht schrecken – weder von Programmdichte noch von der Anfahrt – und trafen sich vom 20. bis zum 27. August im Bildungszentrum Göhrde bei Lüneburg. Nachdem mit einer tour de force durch die letzten 800 Jahre baltischer Geschichte die Grundlagen gelegt waren, folgten bis Freitagabend Vorträge und Workshops. Die Themen reichten von „Energiepolitik und strategische Sicherheit“, Wirtschaft, „Recht und Staat“, über Gesellschaftsgeschichte, „Minderheiten in Vergangenheit und Gegenwart“ bis zu Musik, Bildender Kunst und Literatur.
Sehr beeindruckend war auch Edvīns Šnores Film „The Soviet Story“, der auch nach „Feierabend“ manchen Diskussionsstoff bot. Keineswegs verstörend aber gleichermaßen eindrucksvoll war die musikalisch unterlegte Diashow, die Andrejs Urdze im dunklen Saal präsentierte. Gerade durch die vielen Beispiele an älterer und brandneuer Lyrik, bildender Kunst und Musik konnten die Studenten sich dem Baltikum auch jenseits des akademischen Levels nähern und begeistern lassen. Ein Vorteil der doch recht abgeschiedenen Lage war, dass die Referenten nicht „mal schnell zum Vortrag einflogen“ sondern gemeinsam mit den Teilnehmern aßen und auch z.T. über Nacht blieben und sich auf diese Weise viele bereichernde, persönlichere Gespräche ergaben.
Tapfer opferten die Studenten einen Teil ihrer spärlichen Freizeit, um in einem Crashkurs die Francaise und Grundzüge von Tourenwalzer und Vengerka zu lernen. Der Carl-Schirren-Tag bot schließlich doppelte Chance, die Ergebnisse der äußerst arbeitsintensiven Woche zu präsentieren. Was kaum vorstellbar schien: In der begrenzten Zeit der „Stunde der jungen Generation“ lieferten die Teilnehmer das breite Panorama der behandelten Themen ab, ohne auf inhaltliche Tiefe zu verzichten. Sechs lange Tage in 60 Minuten komprimiert! Und der Ball im Glockenhaus spricht für sich. Alles in allem war der Intensivkurs eine rundum gelungene Maßnahme. Nicht nur die hervorragenden Referenten und die intensive Arbeit in den Seminareinheiten war für die Teilnehmer eine Bereicherung. Es wurden auch viele persönliche Kontakte geknüpft und zumindest ein Teil wird sich schon weit vor einem etwaigen offiziellen „Nachklunker“ schon zum Jahreswechsel in Riga treffen: Ohne Referenten, aber mit neuen Freunden und viel Spannendem, was man voneinander lernen kann. Mehr als ein normales Seminar: Intensiv eben, in jeder Hinsicht, auch im Erfolg!
Martin Pabst

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