DEUTSCHBALTISCHE STUDIENSTIFTUNG

WIRTSCHAFTSKURS
„Handel und Ethik“
Chancen und Grenzen
26. - 30. Oktober 2016 in Hamburg

INFORMATIONEN | PROGRAMM

Was bewegt Menschen zu ethischem Verhalten? Ist es eine Nutzenabwägung? Erwarten sie von ethischem Verhalten nachhaltigen Erfolg? Oder ist es die Anerkennung ihrer Peers? Wie lässt es sich erreichen, dass möglichst viele Peergroups anständiges Verhalten mit Anerkennung belohnen, nicht aber wirtschaftlichen Erfolg, der auf zweifelhaften Vorgehen basiert? Ist Kontrolle besser als Vertrauen?
Die Zunahme internationaler Abkommen hat das globale Handlungsfeld unübersichtlicher gemacht. Die Welthandelsströme wirksam durch internationale Institutionen und Verträge zu regulieren ist eine große Herausforderung: Hoch komplex sind die Prozesse, schwierig ist die Kontrolle der Einhaltung vereinbarter Regeln. Hinzu kommt, dass es der Pluralismus von Wertetraditionen, Menschenbildern und weltanschaulichen Überzeugungen im globalen Maßstab schwieriger macht, gemeinsame Orientierungen für eine wirksame Regulierung zu finden. Angesichts dieser Grenzen globaler Regulierung des Welthandels durch handelspolitische Institutionen werden in den Jahren seit der Jahrtausendwende wieder verstärkt die Verantwortung von Organisationen und Unternehmen, individualethische Orientierungen sowie das Wirtschaftsethos von Entscheidern, wie z.B. Managern, Investoren, Verbrauchern und gesellschaftlichen Gruppen, betont.
Die Teilnehmer des Wirtschaftskurses werden sich in 15 Seminareinheiten mit verschiedenen Aspekten des Themas beschäftigen. Insbesondere werden sie der Frage nachgehen, welche Peergroups Einfluss auf die Entscheider haben und wie sie diesen ausüben. In der wirtschaftlich sehr erfolgreichen Stadt Hamburg werden die Teilnehmern der hanseatischen Tradition nachspüren. So soll dieser Kurs ganz besondere Begegnungen auf den Spuren der Hanse ermöglichen. Was können wir heute von der Hanse lernen? Was lief damals gut? Was lief schlecht? Wie war es möglich, dass sich Generationen von Kaufleuten an mündliche Zusagen gebunden fühlten? Ist es denkbar, dass wir auch in unserer komplizierten Welt wieder Verträge per Handschlag abschließen? Unser Bürgerliches Recht erkennt den per Handschlag geschlossenen Vertrag genauso an wie den von Rechtsanwälten und Notaren formulierten.

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Insgesamt 125063

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