DEUTSCHBALTISCHE STUDIENSTIFTUNG

SCHWERPUNKTSEMINAR RIGA
„Ist doch nur ein Lied“?
Die politische Dimension von Kunst
und Kultur in der Geschichte Lettlands

  06. - 09. Juli 2017 in Riga

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„Ist doch nur ein Lied“? Wie politisch oder unpolitisch waren und sind Musik und Kunst in der Geschichte Lettlands? Dass die Kunstfreiheit in demokratischen Rechtsordnungen wie beispielsweise der Bundesrepublik Deutschland noch über die Grenzen der allgemeinen Meinungsfreiheit hinaus einen besonderen – wenn auch nicht immer unumstrittenen – Schutz genießt, ist kein Zufall. Es ist vielmehr Konsequenz aus der Erkenntnis, welche besondere Bedeutung künstlerischem Schaffen als Form des Ausdrucks und der Vermittlung von Ideen und Weltanschauungen zukommt.

Die Deutschbalten haben zwischen 1939 und 1941 fast vollumfänglich ihre Heimat im Baltikum verlassen. Ihr Kulturerbe – materiell wie immateriell – ist als unveräußerlicher Teil der Geschichte des Baltikums dort verblieben. Doch wie wird es „verwaltet“, wie bewahrt, vermittelt und wertgeschätzt? Welchen politischen Stellenwert hat es – um dessen Bewertung Deutschbalten und Letten bis 1939 teils erbittert stritten – heute? Die lettische Kultur ist seit dem nationalen Erwachen im 19. Jahrhundert immer auch eine Kultur der kulturellen und politischen Abgrenzung gewesen: Gegen die Dominanz der Deutschbalten, die Russifizierung im Zarenreich, gegen deutsche und sowjetische Okkupation.

Welche Rolle spielt diese Tradition im heutigen lettischen Kulturschaffen? Diesen Fragen gehen die Teilnehmer des Schwerpunktseminars Riga 2017 nach, das in enger Kooperation – zwei gemeinsame Vorträge am Freitagabend und der Gesellschaftsabend am Sonnabend – mit den „Domus-Rigensis-Tagen“ des deutschbaltisch-lettischen Zentrums „Domus Rigensis“ stattfindet.

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