Intensivkurs Baltikum 2017

Warum sollte ausgerechnet ich...? Ehrenamt und Zivilgesellschaft

 

 

Die allgemeine Bewertung des Intensivkurses Baltikum 2017 war ganz positiv. Hervorgehoben wurden die Vielfalt der Vorträge, sowie spannende interaktive und kulturelle Freizeitaktivitäten des Intensivkurses. Das Thema des Kurses –  Soziales Engagement – fanden die meisten Teilnehmer sehr interessant. Die Teilnehmer, deren Muttersprache nicht Deutsch war, einerseits, freuten sich sehr über die Gelegenheit, einen Kurs auf Deutsch zu besuchen und mit den Referenten sowie mit anderen Teilnehmern auf Deutsch zu sprechen, obwohl einige Vorträge während des Intensivkurses Baltikum zu kompliziert sowohl sprachlich als auch inhaltlich waren. Allerdings schien den Teilnehmern die Größe der Gruppe sehr passend zu sein. Alle Teilnehmern haben einen sehr positiven Eindruck von den interaktiven Seminareinheiten bekommen. Darunter könnten einige Gruppenarbeiten, Exkursion in das „Rauhe Haus“ in Hamburg genannt werden. Besonders hat aber den Teilnehmern des Kurses das Üben verschiedener Gesellschaftstänze gefallen. Der Besuch des Gesellschaftsabends „Carl-Schirren-Kulturtage“ im Begegnungszentrum der deutschbaltischen Kulturstiftung in dem festlichen Saal des Brömsehauses in Lüneburg stellte für die Teilnehmer einzigartige und für viele auch ganz neue Erlebnisse dar. 

Der Förderung des gegenseitigen Kennenlernens und Zusammenwachsens zu einer Gruppe dienten die täglichen Ausgleichseinheiten, wie beispielsweise das gemeinsame Singen estnischer, lettischer, russischer, deutscher und englischsprachiger Lieder am Eröffnungsabend. Der Tanzkurs diente nicht allein dazu, die Teilnehmer durch Erlernen von Française (einer Form der Quadrille), Valse du Tour u.ä. auf die Teilnahme am Gesellschaftsabend vorzubereiten, sondern vor allem dazu, sie durch Interaktion und Kooperation in einem äußerlich anderen Rahmen über Sprach- und Herkunftsgrenzen hinweg in Kontakt zu bringen. Dies hat maßgeblich zum guten Gruppenklima beigetragen und wurde auch von den Teilnehmern in der Evaluation positiv hervorgehoben.

Wie bereits die Kennenlernphase zeigte, sind alle Teilnehmer – in unterschiedlichem Ausmaß – ehrenamtlich engagiert. In ihren Fragen und Diskussionsbeiträgen zeigten sie großes Interesse an den wissenschaftlichen Zugängen und Erkenntnissen zu diesem für sie bedeutsamen Thema. Schon in Gesprächen und Diskussionen während des Seminars zeichnete sich ab, dass die Teilnehmer sich in ihrem ehrenamtlichen Engagement – sowohl konkrete Praxis als auch als grundsätzliche Haltung – bestärkt fühlten. Darüber hinaus erleichterte und förderte die Gemeinsamkeit, sich in unterschiedlichen Formen zivilgesellschaftlich zu engagieren, die Kommunikation und das Kennenlernen zwischen den Teilnehmern. Einige Teilnehmer wollen diese neuen Kontakte nutzen, um in Form von Sprach- Tandems einander im Sprachenlernen zu unterstützen und in länderübergreifender Partnerschaft Projekte zu realisieren.